Notreparatur Hydraulikleitung

Nach unserer ersten Probefahrt mit der Libelle war schon klar, dass die Hydrauliksteuerung irgendwo undicht sein musste. Bevor wir also zur Überführung des Schiffes gingen musste erst einmal das Leck gefunden werden. Dass eine Hydraulikleitung unter starkem Druck steht war uns klar, daher waren wir uns unsicher wie wir diese Stelle flicken sollten. Uns ist das dann aber ganz gut gelungen. Wie, beschreibe ich hier:

  1. Finden der Leckstelle

    Erstmal mussten wir uns ein Überblick über die Verlegung der Leitungen verschaffen. Bei einer Hydraulik mit zwei Ruderständen und einem Autopilot gar nicht so leicht. Wir haben uns vom Ruder aus ins Schiffsinnere vorgearbeitet und alle Leitungen freigelegt. Anschließend hat einer am Innensteuerstand (längste Leitungswege) das Steuer ständig von hart Backbord nach hart Steuerbord umgelegt und umgekehrt, während ich die Leitung abgesucht habe.
    Schnell war eine tropfende Stelle zu sehen. Genau an dieser Stelle war ein Leerrohr mittels Kabelbindern befestigt. Kaum hatte ich dieses gelöst sah ich auch schon einen feinen Ölstrahl entweichen.  
     
    Die gerissene Stelle habe ich zunächst nur grob vom Rost befreit und aus Mangel an Material dick mit Ductape umwickelt. Wie zu erwarten war dieses nach ein paar Umdrehungen des Ruders undicht.

  2. Notreparatur der Hydraulikleitung für 850km Überführung

    Aus dem Baumarkt besorgten wir uns eine Handelsübliche Messingschelle zum flicken von Wasserleitungen in der richtigen Größe: http://www.gebo.de/produkte/messing_klemmverbinder.html
    Zunächst haben wir die Stelle mit Teflonband umwickelt und darüber ein Gummischlauch/Gartenschlauch gezogen. Anschließend darüber die Messingschelle gut festgezogen.
    Die Reparatur hält jetzt seit gut 900km Motoren und leckt nicht mehr. 
    Natürlich werden wir das Provisorium auf der Werft ersetzen und die komplette Leitung neu machen.

Jimdo Bildergalerie – Fotos runterladen

Eine Freundin bat mich vor Kurzem ihre Webseite zu überarbeiten und umzuziehen. Bisher hatte sie diese bei dem Provider Jimdo als kostenlosen Account. Leider war dort der Speicherplatz voll und ein Upgrade sehr teuer.
Jimdo hat ein selbst entwickeltes CMS (Content-Management-System). Um die Kunden zu halten macht Jimdo seinen Kunden das Umziehen zu anderen Providern so schwer wie möglich. Frei nach der Divise: “Anlocken dann Abzocken.”
Besagte Freundin hatte sehr viele Bildergalerien auf ihrer Webseite. Nun ist es bei Jimdo leider nicht möglich einmal hochgeladene Bilder wieder runterzuladen. Auch ein “Rechtsklick -> Speichern unter” geht nicht. Ich habe bei Jimdo nachgefragt und sie selbst bestätigen, dass dies nicht vorgesehen sei. Selbst ein Backup der Seite könne man nicht bekommen.

Damit habe ich mich natürlich nicht zufrieden gegeben und selbst eine Möglichkeit gesucht, die ich jetzt vorstelle:

  1. Um die Seite zu analysieren verwende ich den Google Chrome Browser. (Entwicklungstools öffnen mit F12). Jimdo setzt den Link zu dem Originalbild nicht wie üblich im href-tag sondern versteckt diesen im data-href-tag. Zu sehen hier:2016-06-24 13_20_57-2014 - voltigieren-hungenroth
  2. Bei einem Bild könnte man einfach den Link kopieren und in einem Browser öffnen. Bei Hunderten Bildern wie in meinem Fall ist das zu mühselig. Da die Galerien alle auf der gleichen Seite sind kann ich die Bilder allerdings mit einem Skript runterladen.
    Dazu in den Entwicklertools von Chrome auf dem Reiter Source unter Snippets einen neues Projekt anlegen und folgenden Code einfügen:

              let images = document.querySelectorAll('a[data-href]')
              for(i = 0; i < images.length; i++) {
              console.log(images[i].attributes[2].nodeValue);
              }

    Das Skript muss nun noch ausgeführt werden und in der Console erscheinen alle data-href-Links. Hinter jedem Link steckt ein Bild aus der Galerie. Mit Rechtsklick -> Save as lässt sich die Ausgabe in eine Datei speichern.
    2016-06-24 09_45_29-2014 - voltigieren-hungenroth

  3. Die Bilder lassen sich nun mit einem Downloadmanager runterladen. Ich habe dazu Wget für Windows verwendet, da ich dort einfach die Datei mit den Links angeben kann und das Programm lädt mir alles nacheinander runter: http://gnuwin32.sourceforge.net/packages/wget.htm
  4. Blöderweise hat Jimdo noch eine Stolper-falle eingebaut. Die Bilder heißen alle gleich. Wget checked das und setzt hinter jedem Bildnamen einen Index (Image.jpg, Image.jpg1, Image.jpg2 …). Da die Dateien sich so natürlich nicht öffnen lassen habe ich eine kleine Batch-Datei geschrieben, welche mir die Bilder durchnummeriert (1.jpg, 2.jpg …).
    Einfach folgenden Code in eine Textdatei setzen, die Textdatei umbenennen in z.B. rename.bat und ausführen in dem Ordner in dem sich alle Bilder befinden.

    set ZAEHLER=0
    mkdir end
    :start
    set /a ZAEHLER=ZAEHLER+1
    ren *.* %ZAEHLER%.jpg
    move %ZAEHLER%.jpg end
    goto start
    :end
    exit

Ich hoffe das spart dem ein oder anderen den Stress selbst nach einer Lösung zu suchen.


			

Solartrockner (mobil)

Auf allen Reisen ist eines der wichtigsten Themen das Essen. Auf vielen Touren hat man nicht immer die Möglichkeit die frische Sachen mitzunehmen. Fertiggerichte sind nicht nur teuer, sondern auch häufig nicht sehr gesund.
Mittels Trocknung kann man allerdings seinen eigenen Reiseproviant herstellen: Von Tütensuppen aus getrockneten Tomaten bis hin zu Trockenfleisch ist alles möglich. Das tolle am Trocknen ist, dass durch dieses schonende Verfahren nicht nur das Gewicht der Lebensmittel reduziert wird, diese haltbarer werden, sonder auch alle Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben.

Wichtig ist, dass die Trockentemperatur 50°C nicht übersteigt und dass die Luft nicht steht damit die Feuchtigkeit gut verdunsten kann.

 

Zu diesem Zwecke habe ich einen Solartrockner konstruiert welcher zu Reisezwecken zerlegt werden kann und dadurch auch auf Schiffen gut einsetzbar ist: