Bolivien – Schwimmen mit Alligatoren und Piranhas

Wer von La Paz aus mal eben in den Dschungel will liegt mit Rurrenabaque richtig. Übernachtet wird in Lodges am Ufer des Rio Yacuma. Diese Unterkünfte sowie die Anreise kann man gut von La Paz aus organisieren.

Anreise

Früh morgens gegen 6:00 Uhr startete der Flieger am Flughafen in El Alto. Das Flugzeug war sehr klein, zwei Propeller und zwei Sitzreihen nebeneinander. Aufrecht stehen ging in der Maschine nicht und von seinem Sitzplatz aus wäre es möglich gewesen mit dem Piloten im Cockpit ein Schwätzchen zu halten.

Nach nicht ganz 2 Stunden sind wir dann in Rurrenabaque gelandet. Die Luft hat sich stark zu der in La Paz geändert, es war schwül-warm. Vor dem Flughafen wartete schon unser Geländewagen, welcher uns weiter in den Dschungel bringen sollte.

Die Bolivianer unterscheiden zwischen Dschungel und Pampas: Dschungel ist der große Regenwald, während die Pampas die Feuchtgebiete an großen Flussläufen bezeichnet. D.h. eigentlich waren wir nicht im Dschungel, sondern in der Pampas. 🙂

Fast 4 Stunden lang ging es mit der klapprigen Kiste über einen staubigen Weg an welchem sich jede Menge Tiere aufhielten bis zu dem Nest Santa Rosa.
Santa Rosa ist ein größerer Ort an der Grenze des gleichnamigen Nationalparks. Der Ort ist sehr verschlafen und besteht aus schlammigen Straßen und Holzhütten. In Santa Rosa wurden wir auch von unserem Guide “Rambo” abgeholt. Dieser wartete schon mit einem langen kanuartigem Holzboot mit Außenboardermotor auf uns am Ufer des Rio Yacuma.

Nachdem wir uns erstmal im Wasser abgekühlt und Freundschaft mit den Süßwasserdelphinen geschlossen hatten ging es nochmal 3 Stunden mit dem Boot bis zu unserer Lodge.

Die Pampas

In der Lodge wurden uns erst einmal Betten mit Mückennetzen zugewiesen. Man übernachtete mit 8-10 Leuten in einem offenen Raum. Die Lodge war Basislager, es gab eine Köchin, welche uns mit dem Nötigsten versorgte. Von hier aus starteten wir jeden Morgen unsere Touren und kamen zum Teil erst Abends zurück.

Auf dem Programm stand:

  • Black Caiman suchen.
    Der Größte aus der Alligatorenfamilie. Angeblich soll er bis zu 15m lang werden. Wir haben einen gesehen, der so um die 7m lang war.
  • Piranhas angeln.
    Es hatte eine Zeitlang gedauert bis ich den Dreh raus hatte, aber dann hatte ich 4 Stück gefangen. Man hält eine Angelschnur mit Haken und einem kleinen Stück Fleisch als Köder ins Wasser und zieht es langsam zu sich. Man merkt die ganze Zeit, dass etwas dran zuppelt aber erst wenn man merkt, dass etwas leicht zieht muss man der Leine einen Ruck geben und den Fisch an Board holen. Insgesamt haben wir 15 Fische gefangen, das gab ein leckeres Abendessen.
  • Schwimmen mit und ohne Delphine.
    Jawohl, in dem gleichen Wasser in dem man zuvor die Alligatoren gesehen und die Piranhas geangelt hat. 🙂
    Die Alligatoren sind nicht aggressiv. “Rambo” meinte man solle die Tiere mit Respekt behandeln, lässt man sie in Ruhe dann lassen sie einen auch in Ruhe. Nur vor dem Black Caiman solle man sich in acht nehmen.
  • Einen Tag waren wir auf Anaconda-Suche. Leider ohne Erfolg. Aber es hat tierisch Spaß gemacht durch die Pampas zu Stiefeln. Die Gummistiefel standen schon nach wenigen Minuten voll mit Wasser. Teilweise ging uns der Schlamm bis an die Hüften. Es war wirklich anstrengen. Wir haben dafür aber auf viele Tiere gesehen.
  • Ansonsten haben wir die Sonnenauf- und untergänge im Dschungel genossen und die Affen gefüttert oder sonstige Tiere beobachtet.
Ich konnte es mir nicht nehme lassen selbst mal dieses Boot durch die Pampas zu steuern. Dies war gar nicht so leicht, der Fluss war sehr schmal und der Motor sehr stark. Aber die Passagiere meinten nachher man hätte gar nicht gemerkt, dass jemand anderes am Steuer war. 😉
Alles in Allem war es ein sehr schöner Ausflug und ich fand es schade, als wir uns nach vier Tagen schon wieder auf den Rückweg machten.

 

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